gunkl – wir – schwierig
Donnerstag 27 März 2008
das hirn will ja denken…
und ich glaub, es kommt dem hirn zumindest einmal da jetzt gar nicht soo drauf an, dass das, was es sich denkt, in der welt auch beobachtbar ist. da wäre ja ein großes schweigen in der welt. wenn das, was man sagt, auch nachweislich stimmen muss, bevor man es sagt. zuerst denkt man was, dann denkt man das ins reine, ob’s auch wirklich stimmt, ob’s das so in der welt auch wirklich gibt, und dann erst darf man’s sagen. da wär’s ruhig.
„kleiner mann, großes hirn… er seziert sprache („wir können enttäuscht sein, aber für ‚besser haben‘ haben wir kein wort‘), die gesellschaft (‚das volksganze ist immer dümmer als die summe seiner teile‘) und wettert spitzfindig gegen die kirche, bis deren lehren am prüfstand der logik zerschellen… in seinem achten soloprogramm liefert er eine gewohnt hochklassige leistung ab…“
(oö. nachrichten)
es mag nicht immer einfach sein dem herrn gunkl auf seiner abenteuerlichen reise durch seine lyrische leidenschaft zu begleiten – noch schwerer scheint es zu folgen und auch noch zu verstehen. über 2 stunden kann dies zu einer gehirnverknotung führen, die man aber gerne zu riskieren bereit ist um einen einblick in die genial analystische gedankenwelt über gott (und die katholische kirche im speziellen), die welt und gunkls welt im speziellen zu erlangen. stellungsnahmen zum katholizismus lassen auch den ansonsten eher analytisch-kühl wirkenden gunkl richtig aus sich heraus gehen…
im vergleich zu bisher erlebten gunkl-programmen vermag sich “wir – schwierig” durchaus behaupten





