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gunkl – wir – schwierig

Donnerstag 27 März 2008

presse_gunkl_verluste_01.jpg posthof, linz 08.04.2008

das hirn will ja denken…

und ich glaub, es kommt dem hirn zumindest einmal da jetzt gar nicht soo drauf an, dass das, was es sich denkt, in der welt auch beobachtbar ist. da wäre ja ein großes schweigen in der welt. wenn das, was man sagt, auch nachweislich stimmen muss, bevor man es sagt. zuerst denkt man was, dann denkt man das ins reine, ob’s auch wirklich stimmt, ob’s das so in der welt auch wirklich gibt, und dann erst darf man’s sagen. da wär’s ruhig.

„kleiner mann, großes hirn… er seziert sprache („wir können enttäuscht sein, aber für ‚besser haben‘ haben wir kein wort‘), die gesellschaft (‚das volksganze ist immer dümmer als die summe seiner teile‘) und wettert spitzfindig gegen die kirche, bis deren lehren am prüfstand der logik zerschellen… in seinem achten soloprogramm liefert er eine gewohnt hochklassige leistung ab…“

(oö. nachrichten)

es mag nicht immer einfach sein dem herrn gunkl auf seiner abenteuerlichen reise durch seine lyrische leidenschaft zu begleiten – noch schwerer scheint es zu folgen und auch noch zu verstehen. über 2 stunden kann dies zu einer gehirnverknotung führen, die man aber gerne zu riskieren bereit ist um einen einblick in die genial analystische gedankenwelt über gott (und die katholische kirche im speziellen), die welt und gunkls welt im speziellen zu erlangen. stellungsnahmen zum katholizismus lassen auch den ansonsten eher analytisch-kühl wirkenden gunkl richtig aus sich heraus gehen…

im vergleich zu bisher erlebten gunkl-programmen vermag sich “wir – schwierig” durchaus behaupten

  • günther paal
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gunkl, kabarett, lyrics, posthof, review

thomas maurer – papiertiger

Donnerstag 27 März 2008

Thomas Maurer - Papiertiger02.04.2008 posthof, linz

kinder, wie die zeit vergeht! über sieben jahre ist es her, dass dr. schüssel das kanzlergemäße krawattenbinden lernen musste, der innerstädtische autoverkehr donnerstagabends durch antiregierungsdemonstranten zum erliegen gebracht wurde und thomas maurer zuletzt einen sammelband seiner kurier-kolumnen veröffentlichte. die seither entstandenen texte erblicken diesen herbst unter dem titel im wendekreis der wende das licht der buchhandlungen. tauchen sie mit ein in ein versunkenes jahrsiebt, eine mythenumrankte vorzeit, als es noch riesenschachtelhalme, säbelzahnbären, die tageszeitung täglich alles, die haider-fpö, und einen mit eigener bank und üppigem streikfond ausgestatteten gewerkschaftsbund gab. die besten kolumnen dieser wilden epoche wird herr maurer nach allen regeln der kunst vortragen. und dazwischen natürlich schwadronieren.

„Schwadronieren kann Thomas Maurer ziemlich sehr gut. Geschickt stellt Maurer immer wieder Bezüge zur Gegenwart her, die (..) Kolumnen vermag Maurer grandios zu interpretieren, da er Stimmen, Stile und Formate perfekt imitiert.“

thomas trenkler „Der Standard“

diesem review kann ich nicht mehr viel hinzufügen. mein highlight war die analytische auseinandersetzung mit dem phönix herbert haupt, einem der vielen lieblingsminister des herrn maurer…

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